Am 01.03.2025 startete ich offiziell meine Soloselbstständigkeit mit EntwicklungsLust.
Jahre des Träumens und Visionierens,
Monate der Planung und Vorbereitung,
Wochen der Renovierung und Ausstattung,
Tage mit Zweifel und Vorfreude liegen hinter mir.
Schon während meines Sozialarbeiterstudiums beschäftigte ich mich mit Möglichkeiten der Selbstständigkeit im sozialen Bereich. Ursprünglich komme ich aus einem elterlichen Handwerksbetrieb. Ich habe später einen Betriebsteil im Non-Profit-Bereich geleitet. Unternehmertum war kein fremdes Terrain, sondern Teil meiner Biografie. Es war stets präsent.
Selbstständigkeit bedeutet für mich, meine Arbeit eigenständig zu gestalten.
Sie geht einher mit einem hohen Maß an Verantwortung.
Als Soloselbstständige kann ich mich nicht zurücklehnen.
Wenn etwas getan werden muss, liegt es bei mir.
Wenn Sichtbarkeit fehlt, liegt es bei mir.
Wenn Prozesse unklar sind, liegt es bei mir.
Ich war überzeugt, gut vorbereitet zu sein.
Ich bringe Erfahrung in Führung, Team-, Organisations- und Projektentwicklung mit.
Ich kenne Wertearbeit. Ich kenne Struktur. Ich schätze Netzwerkarbeit.
Vorbereitend vertiefte ich meine Kenntnisse über Themen wie Marketing und Kommunikation, bildete mich fort, machte ein Businesscoaching und mehr. Ich vertraute auf meine Fähigkeiten und mein bestehendes Netzwerk.
Was ich unterschätzt habe:
Vertrieb,
Sichtbarkeit
und die eigene Unsicherheit auf dem neuen Terrain.
Hinter mir liegt ein Jahr puren Lernens, neuer Erfahrungen, Erfolge und Misserfolge, Freude und Zweifel.
Ich durfte lernen, meine Leistungen präzise zu benennen.
Preise zu vertreten.
Angebote zuzuspitzen.
Konsequent sichtbar zu bleiben.
Das war Entwicklung pur – raus aus der Komfortzone.
Es war ein Führungsprozess im eigenen System.
Klarheit ist keine Charaktereigenschaft. Sie ist ein trainierbarer Schlüssel.
Klarheit ermöglicht es uns, inmitten von Chaos das Wesentliche zu erkennen und handlungsfähig zu sein.
Klarheit allein reicht nicht aus. Sie braucht eine Richtung, sie lebt durch Authentizität, durch Führung von sich selbst und von Prozessen, durch das Voranschreiten auf dem Weg. In der Teilhabe, dadurch, dass andere einbezogen werden, entsteht Wirksamkeit.
Unklarheit und Zweifel erzeugen Reibung.
Das erlebe ich nicht nur bei mir, das sehe ich ebenso in Organisationen, Teams, bei einzelnen Führungskräften, bei Menschen in Veränderungsprozessen und in Neuausrichtungen.
Klarheit ist trainierbar.
„Man müsste mal …“ – Wenn Verantwortung diffus bleibt
In einem Teamentwicklungsprozess im letzten Jahr fielen folgende Sätze:
„Man müsste mal …“
„Das sollte mal jemand erledigen …“
„Eigentlich müsste das anders laufen.“
Unbestimmte Verallgemeinerungen sind nicht harmlos. Solche Formulierungen sind klare Signale. Sie zeugen von Passivität, ungeklärter Verantwortung und mangelnder Bereitschaft, diese zu übernehmen.
Wenn Rollen unklar sind,
wenn Erwartungen nicht ausgesprochen werden,
wenn Zuständigkeiten verschwimmen,
dann entsteht genau das, was viele Unternehmen Energie kostet:
Reibungsverlust.
Unausgesprochene Konflikte.
Passivität statt Initiative.
Wir haben in diesem Team Rollen, Aufgaben und Erwartungen systematisch geklärt.
Wir haben mit der Verantwortungstreppe gearbeitet – vom „Man sollte mal“ hin zu „Wir machen das jetzt.“
Das Ergebnis war keine kurzfristige Motivation.
Es war strukturelle Klarheit.
Und strukturelle Klarheit verändert Dynamik.
Sie stärkt Eigenverantwortung.
Sie verbessert Kommunikation.
Sie reduziert unnötige Konflikte.
Sie erhöht Wirksamkeit.
Unklarheit bindet Energie.
Klarheit setzt sie frei.
Was für Teams gilt, gilt auch für Führung
Ein Jahr Selbstständigkeit hat mir gezeigt:
Klarheit ist kein weiches Thema.
Sie ist ein entscheidender Faktor.
Wenn Führung unklar bleibt,
wenn Entscheidungen nicht getroffen werden,
wenn Werte nicht vertreten werden,
entsteht Unsicherheit im System.
Und Unsicherheit bindet Ressourcen.
Führung bedeutet nicht, alles zu wissen.
Führung bedeutet, Verantwortung sichtbar zu machen.
Die individuelle Ebene – und warum sie dazugehört
Neben Organisationsprozessen begleite ich auch Menschen in ihrer Neuorientierung.
Erfahrene Fachkräfte.
Führungspersönlichkeiten.
Menschen, die spüren, dass ihr aktueller Rahmen nicht mehr stimmig ist.
Eine Frau kam mit einem Gefühl von Stillstand.
Kompetent. Engagiert. Verantwortung tragend.
Und innerlich unsicher über ihren nächsten Schritt.
Wir haben gemeinsam ihre inneren Widerstände und ihren Antrieb geklärt, Kompetenzen sichtbar gemacht und Vertrauen in die Machbarkeit ihrer Idee hergestellt.
Nicht mit Schnelllösungen.
Sondern mit strukturierter Klarheit.
Sie hat ihre neue Richtung erfolgreich eingeschlagen und geht ihren Weg.
Sie fühlt sich wieder erfüllter, wirksamer.
Warum erwähne ich das hier?
Weil Organisationen aus Menschen bestehen.
Und Klarheit im System beginnt immer mit Klarheit im Individuum.
Entwicklung ist kein Event. Sie ist ein Prozess.
Mein erstes Jahr Selbstständigkeit war kein geradliniger Erfolgsweg.
Es war ein Lernprozess.
Ich habe erfahren, wie anspruchsvoll es ist, Haltung und Wirtschaftlichkeit zu verbinden.
Wie wichtig präzise Kommunikation ist.
Wie kraftvoll klare Strukturen wirken.
Und ich habe erneut bestätigt bekommen:
Unklarheit bindet Energie.
Klarheit setzt sie frei.
Was ich heute klarer sehe
EntwicklungsLust ist kein Coachinglabel.
Es ist eine Entwicklungs- und Organisationsmarke.
Ich arbeite dort, wo Klarheit zur Voraussetzung für Wirkung wird:
• in Führung
• in Teams
• in strategischen Ausrichtungen
• in persönlichen Entscheidungsprozessen
Denn ob Einzelperson oder Organisation:
Verantwortung braucht Struktur.
Werte brauchen Übersetzung.
Entwicklung braucht Klarheit.
Und Klarheit ist die Voraussetzung für Tragfähigkeit – einer Idee, eines Plans, eines Unternehmens.
Manchmal braucht es einen Impuls von außen, um wieder klar zu sehen.
Ich gebe diese Impulse nicht nur, ich erhalte sie auch und fordere sie aktiv ein.
Daher bin ich meinen Wegbegleitern von Herzen dankbar.
Da sind Sparringspartner, Ratgeber und helfende Hände.
Ein besonderes Dankeschön geht an:
Meine Kunden und Kundinnen, die mir den Wert meines Wirkens klar spiegeln.
Meine Freunde und Familie, die an mich glauben.
Veit Lindau und das gesamte homodea-Team. Durch die LTC-Ausbildung fühle ich mich persönlich und fachlich gestärkt, und ich habe ein Netzwerk an Menschen gefunden, mit denen Entwicklung, Wachstum und Co-Kreation möglich sind.
Dr. Kathi Ballmeier – unsere gemeinsame Reise und gegenseitige Begleitung schenkt mir immer wieder Kraft.
Dirk Biesenbach, der meiner Vision auf den Zahn gefühlt und die Machbarkeit geprüft hat, was mich herausgefordert und gestärkt hat.
Maurice Dieckmann, der mich unterstützt, meine Ideen und Gedanken in die digitale Welt zu bringen.
Gesa Lüken, mit der Co-Kreation in Leichtigkeit möglich ist und Austausch wohltut.
Doris Kasten, die Gründerinnen wie mich in der Stadt Dortmund durch die Wirtschaftsförderung mit Herz und Verstand begleitet.
Helga Ranft, die Türen öffnet, Impulse gibt, wach, klar und stets ansprechbar ist.
Alle Netzwerkpartner:innen, wie u. a. das Heilnetz, die immer wieder dazu beitragen, dass EntwicklungsLust weitergeht.
Und falls ich an dieser Stelle jemanden nicht namentlich erwähnt habe:
Danke an alle, die im Hintergrund ermutigen, zuhören, hinterfragen, spiegeln, empfehlen oder einfach an mich glauben.
Entwicklung ist niemals eine Einzelleistung. Sie entsteht im Miteinander.
KRAFTvoll und im Vertrauen starte ich in mein zweites Jahr der Selbstständigkeit.
Und ich weiß: Wann immer Unklarheiten auftauchen, bin ich in der Lage, den Nebel zu lichten und klar den nächsten Schritt zu setzen.
Und genauso weiß ich, dass mein WARUM so klar wie nie zuvor im Dienste meiner Kund:innen steht und ich mich darauf freue, KRAFTvoll Teams, Unternehmen und Organisationen zu begleiten, um Menschen und unterschiedliche Perspektiven zu verbinden, damit aus Einzelstärke gemeinsame Kraft wird und Zusammenarbeit wirksamer, stabiler und zukunftsfähig gelingt.
Wenn du merkst, dass Unklarheit Energie bindet – in dir oder in deinem Team – dann lass uns sprechen.
